Die Trauerweide muß weichen…
Oft werde ich gefragt, warum wir denn die Trauerweide an unserem Parkplatz gefällt haben.
Gerne will ich dies an dieser Stelle tun, vorher vielleicht kurz zur Geschichte dieses Baumes. Der war nämlich gar nicht so alt, wie es schien. Da Trauerweiden feuchte Standorte mögen, war dies fast der ideale Platz für diesen Baum. Der Bach fließt direkt daran vorbei und eine kleine Quelle floß direkt darunter. Mein Vater Reinhold hatte die Weide 1962, also vor 47 Jahren gepflanzt und kurz darauf einen kleinen Teich daneben angelegt.
Auf dem Bild ist außerdem noch meine Oma “Gretsche” zu sehen, die die Freiheit bis in die 70er Jahre führte und die viele Stammgäste noch persönlich kannten. Zurück zur Weide: Leider verlor sie letztes Jahr erst sehr spät ihre Blätter und als der erste Herbststurm aufzog, wirkten die Blätter wie eine Wand. Während der Mittagszeit brach ein riesiger Ast ab
und fiel auf den Spielplatz. Zum großen Glück waren gerade keine Kinder am spielen. Da der Baum nun statisch instabil geworden war und wir es nicht riskieren wollten, daß herabfallende Äste eventuell Menschen verletzten, entschieden wir uns schweren Herzens zur Baumfällaktion.
Mit Hilfe meines Kollegens Rainer Schäfer vom Gasthaus Hirsch in Fürstengrund und des Landwirts Willi Arras aus Laudenau geschah diese Aktion innerhalb von nur wenigen Stunden ohne nennenswerten Schaden.
Nur die riesigen Ast- und Blattmengen
sowie rund 6 Festmeter Holz
zeugten noch einige Zeit von einem Baum, der über 50 Jahre lang vielen Menschen Schatten spendete.
Im Moment sind wir noch am überlegen, ob uns unser Parkplatz so besser gefällt oder ob wir wieder einen Baum pflanzen sollen.
Was meinen Sie ? Gerne erwarten wir Ihren Kommentar !