Archive für April, 2008

Du durchsuchst gerade die Archive von Freiheits-Blatt .

Osterlamm und Freiheit

Eine Zusammenarbeit ist in dieser Form ganz sicher nicht alltäglich : Ein evangelischer Pfarrer und ein Odenwälder Gastwirt erarbeiten zusammen ein Konzept, bei dem zu biblisch inspirierten Themen ein anspruchsvolles Menü rund um das Osterlamm kreiert wird.

Daß solch eine Kooperation auch auf Dauer erfolgreich sein kann, bewiesen am Samstag, dem 5. April 2008 Pfarrer Burkard Hotzpfarrer_hotz von der evangelischen Kirchengemeinde Rimbach im Odenwald und Jürgen Katzenmeier in seinem Gasthaus zur Freiheit im Reichelsheimer Ortsteil Laudenau.
Das Grundthema des Abends waren die „nachösterlichen Überraschungen“ - ausgeführt und erläutert wurden diese von Pfarrer Hotz anhand der in der Bibel dokumentierten Begegnungen der Jünger mit dem auferstandenen Jesus Christus. Ganz besonders wies Pfarrer Hotz darauf hin, wie individuell Jesus mit jeder einzelnen Person umgegangen ist – gerade so, wie es für die betreffende Person richtig war.

Die erste Begegnung hatte Maria Magdalena, welche aber Jesus für den Gärtner hielt. Erst als dieser sie mit ihrem Namen ansprach, erkannte sie ihn und wollte ihn sogleich festhalten, was ihr mit den Worten: “Rühre mich nicht an!“ verwehrt wurde.
Die Köche des Freiheits-Teams kreierten passend zu diesem Ausspruch eine Vorspeise, die so zart war, daß man sie gleichfalls nicht anfassen konnte:
Eine Tomatenmousse im gebackenen Käsenest mit gebratener Lammleber und Friséesalaten.vorspeise_20081
Die Begegnung Jesus mit den Jüngern, die auf dem Weg nach Emmaus waren, bildete den zweiten Teil des Abends. Diese waren vollkommen mutlos und verzweifelt als sie Jesus trafen. Er ging mit ihnen und erklärte ihnen dabei das Geschehene anhand der Schrift.Beim gemeinsamen Abendessen nahm Jesus das Brot, brach es und verteilte es, woran die Jünger ihn erkannten. Dieses Brot brechen griffen die Köche auf und servierten eine Lammkraftbrühe mit Bärlauchgrießklößchen unter der Blätterteighaube, welche man zuerst mit dem Löffel durchstechen musste, um das Eigentliche – nämlich die Suppe – genießen zu können.suppe_2008

Sozusagen den Hauptgang bildete die Geschichte um den Jünger Thomas, der die Auferstehung nicht glauben konnte oder wollte und den Auferstandenen Christus zuerst mit eigenen Augen sehen und berühren wollte. Dazu passend gab es Lammrücken und Lammkeule mit Thymianjus und Freiheitsrollen – also gebackenen kleinen Teigröllchen, die man mit den Fingern be-greifen konnte.hauptgang_2008

Als krönenden Abschluss führte Pfarrer Hotz die Begegnung Christus mit Petrus aus, der – ganz wie beim ersten Mal, als ihm Jesus begegnete - erfolglos am fischen war.
Die darauf folgende dreimalige Befragung und dreimalige Bestätigung Petrus :“Hüte meine Schafe.“ mit dem darin erneut ausgesprochenen Vertrauensbeweis zeigt, wie wichtig Jesus diese Vergebung war und ist und wie sehr dies doch unserem eigenen, oftmals unbarmherzigeren, Rechtsbewusstsein widerspricht.
Den süßen Abschluss hierzu bildete ein Rhabarberschiffchen mit Mousse vom Beerfurther Osterlamm ( wozu ein Schokoladenlamm aus der Manufaktur Eberhardt in Beerfurth verwendet wurde ) auf Erdbeercoulis mit Erdbeersorbet. dessert_2008

Ganz sicher wird es nächstes Jahr wieder solch eine Veranstaltung geben - wer interessiert ist, sollte sich früh anmelden, denn die Kapazitäten an diesen Abenden sind begrenzt.

[Post to Twitter]   [Post to Plurk]   [Post to Yahoo Buzz]   [Post to Delicious]   [Post to Digg]   [Post to Facebook]   [Post to MySpace]   [Post to Ping.fm]   [Post to Reddit]   [Post to StumbleUpon]  

Geschrieben von admin am Apr 9th 2008 | unter Allgemein, Kulinarisches, Wissenswertes | Kommentare (0)

Bärlauch so weit das Auge reicht…!

baerlauchNachdem nun auch im Odenwald der letzte Schnee geschmolzen ist, holt die Natur Versäumtes in großen Schritten nach. Letzte Woche haben wir uns dann aufgemacht, um Bärlauch zu ernten. Da wir naturgemäß passend zur Frühlings- und Lammzeit viele Kräuter und somit auch viel Bärlauch verarbeiten, braucht´s schon eine gehörige Menge. wie gut, daß wir eine Stelle kennen, wo es diese Menge gibt. Wer´s nicht glaubt, der sehe mit eigenen Augen :   elisabeth 

Es ist schon unglaublich, wie es duftet, wenn man in dieses Waldstück kommt. juergenDer Bärlauch ist nicht ganz so streng wie zum Beispiel der Knoblauch und würziger als sein anderer Verwandter, der Schnittlauch. Seinen Namen hat er wirklich von den Bären, für die er sozusagen die erste Nahrung nach dem langen Winterschlaf darstellt.
Geerntet werden sollte der Bärlauch nur, solange er nicht blüht. Danach bildet er Bitterstoffe, die die Blätter ungenießbar machen.
Die oftmals geäußerten Befürchtungen, daß der Bärlauch mit zum Beispiel Maiglöckchen verwechselt werden könnte, kann man mit etwas Pflanzenkunde ausräumen. Maiglöckchen zum Beispiel sprießen erst später und kommen kelchförmig aus einem Stiel, der Bärlauch sieht eher aus, als ob alle Stengel einzeln aus der Erde sprießen würden. Eine gute Hilfe mag diese Darstellung geben : http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/e/e4/Baerlauch-etc.jpg . Ganz charakteristisch ist natürlich auch der knoblauchartige Geruch des Bärlauches. Wer sich unsicher ist, der sollte auf jeden Fall vor dem Verzehr einen Pflanzenkundigen befragen.
Rezepte von und mit Bärlauch gibt es sicher genug, das Internet stellt hierzu ganz sicher ein ganze Fülle bereit. Wir in der Freiheit verarbeiten einen großen Teil unseres Bärlauches zu Pesto, das wir mit Hockenheimer Biokäse und verschiedenen Ölen ( zum Beispiel Leindotteröl aus dem Fischbachtal ) zubereiten.
Unsere Gerichte mit Odenwälder Lammfleisch und Bärlauch können sie noch bis Ende April in der Freiheit geniessen.

[Post to Twitter]   [Post to Plurk]   [Post to Yahoo Buzz]   [Post to Delicious]   [Post to Digg]   [Post to Facebook]   [Post to MySpace]   [Post to Ping.fm]   [Post to Reddit]   [Post to StumbleUpon]  

Geschrieben von admin am Apr 6th 2008 | unter Kulinarisches, Wissenswertes | Kommentare (0)

links powered by Tweet This v1.4.1, a WordPress plugin for Twitter.